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Spionage auf dem Schulhof

Das KWMobil an der Marienschule

 

Ende Januar konnten wir 14 Tage lang mit Schülerinnen und Schülern aus über 30 Klassen und Kursen „ Kunst im Bauwagen“ entdecken.

Da das Kaiser Wilhelm Museum über längere Zeit saniert wird, kommt jetzt die Kunst direkt auf die Schulhöfe der Krefelder Schulen, (wenn man sie bestellt !) und wir waren der zweite Ausstellungsort. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 – 13 lernten so einen ganz anderen 'musealen Ort' kennen, da sich der schwarz-weiße Bauwagen in eine auf verschiedene sinnliche Weise erfahrbare Innenraumskulptur verwandelte, die begehbar, fühlbar, hörbar, beschreibbar, vor allem aber rätselhaft war, wie die verschiedenen scheinbar willkürlich aufgestellten Gegenstände. (s.Foto) Gerade hier bewiesen die Schülerinnen und Schüler erstaunlich viel Fantasie in der Entschlüsselung einer möglichen symbolischen Bedeutung.

Gedanklicher und ästhetischer Ausgangspunkt für das Projekt des Bochumer Aktionskünstlers Matthias Schamp ist die dreidimensionale Arbeit des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers von 1967. Dieses Werk aus der Sammlung des Krefelder Museums war als Kopie in dem weißen und dem schwarzen Raum und thematisiert eine gestörte Kommunikation (funktionsuntüchtiges Telefon mit zerbrochenem Hörer und Watte), worüber wir mit den Schülerinnen und Schülern immer gut ins Gespräch kamen. Ein Spion ermöglichte die Beobachtung des angrenzenden Raumes, so dass die Besucher in die verschiedenen Rollen schlüpfen konnten und durch ein Schnurtelefon konnte der jeweilige 'Hörer' in einer schwarzen Box liegend Kontakt mit einem Gegenüber draußen aufnehmen.

Auf sinnliche und spielerische Weise beschäftigten sich die jüngeren ebenso wie die älteren Schülerinnen und Schüler mit dem Thema 'Kommunikation' und es gab vielfältige Anknüpfungspunkte für die verschiedenen Fächer, neben dem Kunst- und Deutschunterricht. So fand z.B. auch der Fremdsprachen- und Musikunterricht, sowie der Philosophie- und Literaturkurs mal in dem Bauwagen statt, was die Teilnehmer inspirierte einige Ideen bei ihrem neuen Stück umzusetzen.

Das Projekt wurde von Kolleginnen und Kollegen der museumspädagogischen Abteilung der Kunstmuseen Krefeld betreut und unterstützt von der Fachschaft Kunst der Marienschule.


Unser herzlicher Dank gilt der Schulleitung für die Finanzierung des Projekts.



Für die Fachschaft Kunst

Bettina Kürschner