Mini-Akademie anlässlich des Ehemaligentreffens
Referentin: Birgitta Küsters, Abitur 1981, Mitglied der Niederrheinischen Symphoniker
Thema: Hinter den Kulissen eines Symphonieorchesters
Geigentöne eröffneten den Vortrag, scheinbar ohne Zusammenhang und ohne Melodie. Die Ratlosigkeit der 22 Zuhörer/innen wich bald der Erkenntnis: Das ist bei einem Orchesterstück der Part der zweiten Geige; wichtiger noch: Der Orchestermusiker ist kein Solist. Er dient dem Ganzen, und seine Eignung erweist sich beim Probespiel insbesondere in der Fähigkeit, sich anzupassen und einzugliedern. Orchester heißt: Der Klangkörper, bestehend aus vielen Musikern, muss zu einer Einheit zusammenwachsen, bis das Musizieren zu Musik wird.
Birgitta schilderte zunächst ihren Werdegang: von der Marienschülerin bis zur Stimmführerin in der zweiten Geige. Besonders sympathisch wirkte ihr erfolgreicher Einsatz für behinderte Kinder und Jugendliche: Seit über 10 Jahren werden sie zu Proben der Niederrheinischen Symphoniker eingeladen.
Den weiteren Gang des Vortrags beeinflussten zahlreiche Fragen der Zuhörer/innen:
- Wie schwierig ist es, eine Planstelle zu bekommen?
- Wie viele Stunden pro Woche ist der Orchestermusiker im Dienst?
- Wie oft wird vor einem Symphoniekonzert geprobt?
- Wie oft wird mit einem Gastdirigenten geprobt?
- Wie oft wird mit einem Solisten geprobt?
- Wie ist die Hierarchie eines Orchesters?
- Wie verläuft das Probespiel eines Bewerbers?
- Wie groß ist die akustische Belastung, z.B. in der Nähe der Bläser?
- Besitzen die Orchestermusiker ein Mitspracherecht bei der Interpretation?
- Was sagen Sie zu den Tempi? Werden sie nicht heute oft zu schnell genommen?
- Machen Sie auch in Ihrer Freizeit Musik?
- Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Schulen gibt es?
In Birgitta fanden die Zuhörer/innen eine kompetente Referentin, da sie in etlichen Gremien des Orchesters tätig ist.
Wir danken ihr für diese äußerst interessante und aufschlussreiche Stunde!
(Herr Frigger)


























