Europäisches Portfolio der Sprachen
Marienschule geht neue Wege in der Fremdsprachenföderung
Die Marienschule bietet seit langen ein Reihe attraktiver Zusatzangebote in der Fremdsprachenförderung. Jetzt ist wieder ein neues dazugekommen: Das Europäische Portfolio der Sprachen.
Der Europarat hat dieses Sprachportfolio angeregt, um für jedes Alter sprachliches und interkulturelles Lernen zu fördern und damit auch die Vielfalt von Sprachen und Kulturen in Europa. Es dokumentiert Sprachkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen, die die Schüler in einem eigenen Ordner sammeln. Englischlehrerin Heike Lunkes hat das Sprachportfolio an die Marienschule geholt: „Es gibt Schülern Anregungen, über das Lernen von Sprachen nachzudenken und die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen“. In dieser Woche bekommen zunächst Fünft- und Sechstklässler die lose Blattsammlung, die sie fortan ergänzen: Der Sprachenpass bietet Überblick über den aktuellen Stand der sprachlichen Kompetenzen, über Sprachlernerfahrungen und interkulturelle Erfahrungen der Jugendlichen. Die Sprachenbiographie dokumentiert die persönliche Geschichte des Sprachenlernens und erhält Instrumente zur Selbstbeurteilung des Inhabers. Im Dossier sammeln die Marienschüler zusätzlich eigene Arbeiten wie wichtige Hausaufgaben und Projektpräsentationen. „Ich kann Englisch“ – „Kita- oder Harvardniveau?“ Das Portfolio hilft zudem, einzuschätzen wie gut man eine Sprache beherrscht und die eigenen Fähigkeiten den international vergleichbaren Niveaustufen des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens zuzuordnen – brauchbar auch für Schulwechsel, Sprachkurse, Austauschprogramme und nicht zuletzt Bewerbungen. Austausch mit vier Ländern auf drei Kontinenten. „Wir sind zwar keine bilinguale Schule, aber für fremdspracheninteressierte Schüler bieten wir eine ganze Menge“, so Heike Lunkes. Sie selbst leitet mit ihrer Kollegin Silke Degen den USA-Austausch mit der Palatine High School bei Chicago, der dieses Jahr wieder in der Woche vor den Herbstferien startet. Vom 7.9. bis zum 9.10. bekommt die Marienschule Gäste aus Venezuela vom privaten Gymnasium der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Valencia. Im Frühjahr 2010 brechen die Marienschüler dann wieder zum Gegenbesuch auf, um ihre Spanischkenntnisse zu vertiefen. Bei einem so langen Aufenthalt wird das Spanischsprechen nicht zu kurz kommen. Auch der Polenaustausch nach Kattowitz unter der Leitung von Katrin Bennertz geht bald los. Dabei geht es allerdings eher um den kulturellen Austausch als um die Vertiefung von Sprachkenntnissen. Französisch? – Alle bestanden. Auch im Fach Französisch gibt es an der Marienschule attraktive Zusatzangebote: Konversationskurs, Schüleraustausch mit Dünkirchen, DELF-Abschluß und Theateraufführungen in Französisch wie etwa „Le Petit Prince“. „Das fremdsprachliche Theater ist einer der Versuche, den Französischunterricht attraktiv zu gestalten“, so Elke Schultz, Französischlehrerin an der Marienschule. Seit diesem Schuljahr läuft in Französisch ein Konversationskurs bei einer ausgebildeten Übersetzerin, so dass Schülerinnen und Schüler das Alltagsfranzösisch noch ausgiebiger sprechen können als es im Unterricht möglich ist. Einen guten Erfolg zeigen Marienschülerinnen und Marienschüler auch beim DELF-Programm. Das ist ein Französisch-Test, der sich am Europäischen Referenzrahmen orientiert und nach dem auch neuerdings die Kernlehrpläne im Fach ausgerichtet sind. Ziel ist die Vergleichbarkeit von Fremdsprachenleistungen, auch für spätere Arbeitgeber. Die Zahl der Teilnehmer an der Marienschule lag bisher durchgängig recht hoch, einmal im Jahr findet die Prüfung statt. Im letzten Durchgang haben wieder alle bestanden, davon 12 Schüler auf Niveau B 2, das entspricht den Ansprüchen des Abiturs.Für Sprachgenies: Doppellernen. Wer an der Marienschule durch besondere Sprachbegabung auffällt, kann Doppellernen. Diese wenigen Schüler beginnen in Klasse 6 mit Französisch und Latein gleichzeitig.
(JO)


























